Zuetzverfahren mit dem sogenannten Zusetzkäfig 100%
Bei Einweiselung mit dem Zusetzkäfig wird die begattete Königin unter Futterteigverschluss zwischen zwei Rähmchens ins Volk gehangen. Die Arbeiterinnen des neuen Volkes tragen nun der Futterteig ab und legen so den Ausgang für die Königin frei. Während dieser Zeit kommt es zu einer Duftanpassung, so dass ein Einknäulen und Abstechen der Königin in der Regel unterbleibt.

Foto: Rainer Höft
Die im Handel erhältlichen Zusetzkäfige unterscheiden sich im Wesentlichen in der Größe des Futterteigverschlusses. Besonders gute Erfolge erzielt man mit einem sogenannten „Sieben-Tages-Käfig“, bei dem die Freifressphase bis zu sieben Tagen dauert.
Werden die Königinnen im Versandkäfig angeliefert, sollten eventuell vorhandene Begleitbienen entfernt werden. Und nur die Königin alleine in den Zusetzkäfig einlaufen lassen.
Nach 7 Tagen schaut man kurz rein, ob die Öffnung in der Futtertasche frei ist, manchmal ist die Königin noch im Käfig aber die Öffnung ist schon frei, dann bitte einfach den Käfig wieder reinhängen, Sie wird den Weg schon finden.
Nach weiteren 7 Tagen Ruhephase erfolgt eine kurze Kontrolle, ob die Königin in Eilage ist, seht Ihr Stifte sucht nicht die Königin, Sie ist da, also Deckel drauf und gebt Ihr Zeit.
Und dann lässt das Volk bitte weitere 10-14 Tage in Ruhe, jede Störung gefährdet die Königin, wenn die ersten Bienen ihrer eigenen Brut schlüpfen sollte Sie als angenommen gelten.
Wer den Käfig nicht nachbauen möchte oder kann, kann diesen auch fertig kaufen.
Bei dem fertig gekauften Käfig bitte die zweite Seite auch mit einer Folie verschließen, so dass die Bienen länger brauchen um die Königin auszufressen